Die Strafverteidigerin ruft in der JVA an

Nette Warteschleifenmusik haben die in der JVA

Gerade habe ich einige Minuten in der Warteschleife der JVA Billwerder verbracht und immer die gleiche Textzeile von „Just when I needed you most“ gehört. Keine schlechte Auswahl für die Telefonanlage einer JVA eigentlich, oder? „I fought the law“ fände ich aber auch nicht schlecht. Ist schmissiger und da trotz aller Kämpfe „the law“ gewonnen hat, für die Strafhaft extrem passend.

Drei Kamele
Drei Kamele (nicht in JVA)

Irgendwann habe ich im Halbschlaf mitgesungen, NATÜRLICH ging dann ein Beamter der JVA an das Telefon. Großes Gelächter.

Der Hinweis, ich solle beim Besuch meines Mandanten bitte Drogen und Alkohol ausnahmsweise mal zu Hause lassen, erging wohl zu Recht. Ähm…

 

So, und nun alle….“You left in the rain without closing the door
I didn’t stand in your way…“

Wer jetzt sagt, dass die Version von Dolly Parton doch besser für mich geeignet sei, dem haue ich eine rein. ;-)

Die Staatsanwaltschaft hat nur ein ziemlich ödes Gedudel, da geht noch was. Wobei die Musik – zumindest mich- recht aggressiv macht. Das kann für das folgende Telefonat von Vorteil sein, je nachdem was man so will.

Für die Telefonanlage der Kanzlei wäre „Looking for Freedom“ von David Hasselhoff was. Oder besser „I want to break free„.

16 Gedanken zu „Die Strafverteidigerin ruft in der JVA an

    1. Oder ob die 151,40 EUR zzgl. 7% USt. im Jahr entsprechend GEMA Vergütung W-T 2 je 30 angefangener Amtsleitungen nicht eine bessere Verwendung gefunden hätte (als dieses furchtbare Gedudel von 1979).

        1. Wie war das mit Dolly Parton? Wenn Sie das für die JVA einsingen haben Sie auf ewig einen Stein im Brett bei der Justiz (und es kostet nur einen Bruchteil).

        2. Ich sehe nicht zwingend, dass eine JVA eine GEMA-Warteschleife haben MUSS, gerade wenn an allen Ecken und Enden das Geld fehlt. Man könnte Radio einspielen (die zahlen dann GEMA für einen) oder eben was gemafreies. Es muss ja nicht ein piepsiges „Für Elise“ sein.

          Natürlich könnte man sagen: Die 100 Euro pro Jahr. Würde man aber 100 Euro für neue Bücher in der Knast-Bibliothek ausgeben, wären die m.A.n. besser investiert.

  1. Es wird – glaubhaft – berichtet, dass anlässlich eines Hoffestes der JVA Moabit einmal „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ über den Äther geschickt wurde. Über etwaige Reaktionen ist mir nichts bekannt.

  2. Tipps für Telefonanlage wären auf jeden Fall wären auf jeden Fall:

    – I Shot The Sheriff, Bob Marley and the Wallers
    – Von Freiheit nicht genug, Tapete
    – Wir müssen hier raus, Ton Steine Scherben
    – All We Got Iz Us, Onyx
    – Emotional Suffocation, Napalm Death
    – The Hordes of Nebulah, Darkthrone (Varg musste in diese Liste mit rein)

    Gibt Stimmung beim Warten!

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